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Guotai Junan Futures: Ist eine Abkühlung des Arbeitsmarktes wirklich ein Vorteil für Gold?

Guotai Junan Futures: Ist eine Abkühlung des Arbeitsmarktes wirklich ein Vorteil für Gold?

新浪财经新浪财经2026/08/10 08:06
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Marktanalyst für Futures von Guotai Junan

Zhang Chining

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Am Freitagabend wurden die US-Arbeitsmarktdaten deutlich unter den Erwartungen veröffentlicht, woraufhin der Goldpreis stark anstieg. Das Londoner Gold konnte die Marke von 4300 zurückerobern und befindet sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung nach dem Anstieg. Der Goldpreis hält sich über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten, und der kurzfristige technische Widerstand wird zunehmend abgebaut.

Derzeit ist eine der zentralen Variablen, die den Goldpreis beeinflussen, die Veränderung der Zinserwartungen am Markt. Wir wissen alle, dass die US Federal Reserve die Zinspolitik bestimmt und dabei besonders auf zwei Dinge achtet: Beschäftigung und Inflation.

Im August steht keine Zinssitzung an, und die nächste Zinsentscheidung erfolgt erst Ende September. Eine Zinserhöhung wird kurzfristig nicht umgesetzt, wodurch Gold eine Pause zum Durchatmen erhält. Das Umfeld für Gold ist insgesamt recht entspannt. Hinzu kommt, dass der Goldpreis zuvor über einen längeren Zeitraum gefallen und konsolidiert hat, was an sich schon eine technische Erholung nötig machte. Das aktuelle positive Signal durch die Arbeitsmarktdaten bietet zudem einen Anlass für kurzfristige Long-Positionen.

Allerdings muss man erkennen, dass die derzeitige Erholung nicht von einer völlig neuen Story auf der Long-Seite getragen wird.

Rückblickend auf die diesjährigen Arbeitsmarktdaten zeigt sich, dass die neu geschaffenen Stellen im März und April ihren Höchststand erreichten und anschließend Monat für Monat zurückgingen. Zudem wurden die Zahlen der letzten Arbeitsmarktberichte mehrfach nach unten korrigiert. Dies hat dazu geführt, dass die Schwäche des US-Arbeitsmarktes inzwischen Konsens am Markt ist. Die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten bestätigen lediglich diese vorhandene Einschätzung und stellen keinen neuen Impuls dar.

Schaut man auf die Details, fällt auf: Zwar sind die aktuellen Lohndaten gegenüber dem Vormonat gesunken, aber im Jahresvergleich wurden noch nicht die vor-pandemischen neutralen Bereiche erreicht. Die durchschnittliche Stundenvergütung stieg im Jahresvergleich um 3,2 %, was immer noch über dem Niveau von 2,9 - 3,0 % vor der Pandemie liegt. Die Löhne im Gesundheitswesen, öffentlichen Sektor und IT bleiben weiterhin hoch, und die Unternehmen haben bislang weder umfangreich entlassen noch die Arbeitszeit reduziert. Diese Details und die jüngst veröffentlichten ADP-Kleinbetriebsdaten führen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Die Inflation bleibt ein latentes Problem.

(Quelle: US Bureau of Labor Statistics)

Daher: Einerseits wird die Beschäftigung schwächer, andererseits ist das Problem der Inflationspersistenz noch nicht gelöst. Die beiden Hauptindikatoren stimmen bislang nicht gleichzeitig auf Entspannung ein. Ob Gold in dieser Runde einen neuen starken Aufwärtstrend etablieren kann, ist aktuell noch nicht ausreichend gegeben.

Deshalb bleibt bei der weiteren Beobachtung von Gold das Augenmerk auf der Frage, ob die Inflation nachhaltig dreht. Künftig gilt es, nicht nur auf die sichtbaren Inflationsdaten wie CPI und PCE zu schauen, sondern auch auf die untergeordneten Faktoren, die die Inflation beeinflussen — dazu zählen die Entwicklung der Durchschnittslöhne, die Löhne im Dienstleistungssektor, Wohnungsmieten, Preise für Dienstleistungen und Konsum. Daraus lässt sich das Gesamtbild für den Inflationsverlauf ablesen.

Zusammenfassend ist die derzeitige Gold-Erholung eine technische Reaktion, die durch das politische Vakuum und die Erwartung schwächerer Beschäftigung begünstigt wird. Für deutlicher steigende Goldpreise ist jedoch auch eine entsprechende Unterstützung von der Inflationsseite nötig.

Redaktionsschluss: 10. August 2026, 14:59 Uhr (UTC+8)

Redakteur: Zhu Henan

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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