Ausländische Medien: Die Kursentwicklung von Softwareaktien und Bitcoin zeigt eine seltene Divergenz
Ausländische Medien berichten, dass Softwareaktien und Bitcoin über Jahre hinweg im Großen und Ganzen eine ähnliche Entwicklung gezeigt haben, dieser Zusammenhang sich jedoch seit Mai dieses Jahres zu lockern beginnt. Der die US-amerikanischen Softwareaktien abbildende ETF – iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV) – hat sich in letzter Zeit deutlich erholt, während Bitcoin im laufenden Jahr weiterhin in einer tieferen Korrekturphase verbleibt, was zu einer seltenen Divergenz in deren relativer Performance geführt hat.
IGV schneidet im bisherigen Jahresverlauf deutlich besser ab
Der Bericht hebt hervor, dass IGV im Jahr 2026 bislang nur etwa 1 % verloren hat, während Bitcoin im gleichen Zeitraum um rund 29 % gefallen ist. Ausgehend vom April-Tief hat IGV bereits um etwa 40 % zugelegt und nähert sich seinem Allzeithoch; im Vergleich dazu liegt Bitcoin immer noch etwa 50 % unter seinem historischen Höchststand.
Das Verhältnis IGV zu Bitcoin ist auf etwa 0,0016 gestiegen und hat damit ein Jahreshoch erreicht. Das bedeutet, dass sich Softwareaktien innerhalb desselben Zeitraums deutlich schneller erholt haben als Bitcoin.
Kurzfristige Korrelation ist nun negativ
Der Artikel weist darauf hin, dass die 20-Tage-Rolling-Korrelation beider Werte seit Mai negativ ist – zum ersten Mal seit Mai 2024. Für den Markt bedeutet diese Veränderung, dass Investoren Bitcoin aktuell nicht mehr als risikoreiches Tech-Asset betrachten, das sich im Gleichklang mit Softwareaktien bewegt.
Zuvor war der Softwaresektor nach dem Quartalshoch im vierten Quartal 2025 um etwa 40 % eingebrochen, und auch Bitcoin geriet in derselben Abwärtsbewegung unter Druck. Berichten zufolge bewertet der Markt Bitcoin in der Vergangenheit häufig in einem ähnlichen Risikorahmen wie Softwareaktien.
Historisch oft durch eine spätere Aufholrally von Bitcoin beendet
Rückblickend zeigen ausländische Medien, dass ähnlich negative Korrelationsphasen nicht zum ersten Mal auftreten. Während des Bitcoin-Bärenmarktes 2018, der Corona-Krise 2020 und der Regulierung der Bitcoin-Mining-Aktivitäten in China 2021 kam es bereits zu temporären Entkopplungen zwischen Bitcoin und ähnlichen Risikoassets.

In diesen Phasen holte Bitcoin jedoch später meist wieder auf und die Korrelation wurde erneut positiv. Mit anderen Worten: Die historische Erfahrung spricht nicht dafür, dass diese Divergenz dauerhaft anhält.
Kommt es diesmal zu einer langfristigen Entkopplung?
Der Artikel meint jedoch, dass derzeit weniger die Divergenz selbst, sondern vielmehr die Frage relevant ist, ob sie andauern wird. Sollten Softwareaktien weiterhin vom KI-Trend und der Erholung der Wachstumsaktien profitieren, während Kryptowerte unter ihrem eigenen Zyklus leiden, könnten sich die Bewertungslogiken beider Assetklassen weiter auseinanderentwickeln.
Im Fokus des Marktes steht nun, ob Bitcoin wie in der Vergangenheit erneut eine Aufholrally starten kann oder ob sich zwischen Softwareaktien und digitalen Assets ein dauerhaft separater Trend herausbildet.

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