Fünf Hauptfaktoren treiben die Goldkäufe an
Quelle: Cailian Press
Der Goldpreis befindet sich am Rande eines Anstiegs. Scott Rubner, Leiter der Aktien- und Derivatstrategie bei Citadel Securities, sagt, dass das aktuelle Marktumfeld eine der attraktivsten Chancen für einen Anstieg im Bereich Edelmetalle seit Monaten darstellt.
Dies ist das erste Mal, dass Citadel zu strukturellen Investitionen in Gold in diesem Jahr aufruft, und das Unternehmen sieht zudem noch größeres Potenzial bei Silber. Der Schlüssel zu diesem Investitionsfenster liegt darin, dass fünf wesentliche Katalysatoren zusammenkommen, was erhebliche Aufwärtsbewegungen für Gold und Silber ermöglicht.
Der Investmentriese ist der Meinung, dass die Neubewertung der Zinssätze durch die Federal Reserve, die beschleunigten Goldkäufe der Zentralbanken, die Netto-Short-Positionen von Quant-Fonds, die Aufwärtsdynamik von Call-Optionen der größten Gold- und Silber-ETFs sowie eine mögliche Wiederbelebung des Interesses von Privatanlegern gemeinsam neue Käufe von Gold fördern.
Rubner hebt hervor, dass der Markt derzeit die Politik der Federal Reserve neu bewertet und ein schwächerer US-Dollar die Argumente für einen Anstieg von Gold stärkt. Gleichzeitig treibt auch die Struktur der Marktgelder den Goldpreis nach oben.
Einerseits ist die Schieflage zwischen Put- und Call-Optionen des weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Shares, auf das niedrigste Niveau seit Februar gefallen, was normalerweise auf verstärkten Optimismus schließen lässt.
Andererseits hielten Commodity Trading Advisor-Fonds zum 6. August weiterhin Netto-Short-Positionen in Gold und Silber. Da die Preise für Gold weiter steigen, könnten diese Fonds gezwungen sein, ihre Positionen zu decken und somit weitere Anstiege auslösen.
Bullishe Sichtweise
Rubner betont, dass Sorgen über potenzielle Interventionen im Finanzministerium und am Devisenmarkt ein weiterer Faktor sind, der die Beschleunigung der Zentralbanknachfrage und die Stärkung von Gold als Reservevermögen begünstigt.
Er weist darauf hin, dass die Goldkäufe der People's Bank of China zunehmen, was zu einer Erholung der globalen Zentralbanknachfrage führt. Darüber hinaus verzeichnet der chinesische Gold-ETF in letzter Zeit kontinuierlich Zuflüsse, was darauf hindeutet, dass Investoren die Gelegenheit nutzen, ihre Positionen bei Preisanpassungen neu auszurichten.
Neben dem Goldmarkt verdient insbesondere der Silbermarkt der Privatanleger Beachtung. Rubner erklärt, dass Edelmetalle im Einzelhandelsmarkt weitgehend ignoriert werden, während KI-basierte Handelssysteme den Markt dominieren. Das bedeutet, falls die Marktdynamik zunimmt, könnte der Einzelhandelsmarkt stark einsteigen.
Neben Citadel ist auch Maria Smirnova, Managing Partner und Chief Investment Officer bei Sprott, der Ansicht, dass der Großteil des Abgabedrucks im Frühsommer verschwunden ist. Mit der Erholung der physischen Nachfrage und den fortlaufenden Goldkäufen der Zentralbanken wird der Goldpreis gestützt. Silber verzeichnete hingegen stärkere Rückgänge, und die langfristigen Fundamentaldaten sind weiterhin stabil, was dem Silberpreis größeren Spielraum für einen Anstieg gibt.
Allerdings glaubt David Miller, Chief Investment Officer und Mitbegründer von Catalyst Funds, dass der Goldpreis bis zu 5.000 US-Dollar pro Unze erreichen könnte, hierfür benötigt er aber noch zwei bis zweieinhalb Jahre, um dieses Niveau wieder zu erreichen. In diesem Jahr erwartet er für den Goldpreis ein Wachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich.
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan

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