Myx Finance (MYX) Preis steigt um 135 % angesichts von Vorwürfen der Insider-Manipulation
Der Preis von MYX Finance erreichte ein neues Allzeithoch, doch Händler schlagen Alarm wegen möglicher Insider-Aktivitäten hinter der Rallye.
- Der starke Anstieg von MYX wird durch die zunehmende Aktivität im Derivatemarkt angetrieben, wobei Milliarden in Perpetuals fließen und das Open Interest sich verdoppelt.
- Das Timing einer Freigabe von 39 Millionen Token hat Verdacht auf Insider-Verkäufe inmitten der Nachfrage von Privatanlegern ausgelöst.
- Community-Mitglieder warnen, dass es sich um einen koordinierten Pump-and-Dump handeln könnte, ähnlich wie beim Zusammenbruch von Mantra Anfang dieses Jahres.
Der Token wurde am 8. September zu $3,68 gehandelt, was einem Anstieg von 135 % in den letzten 24 Stunden und 214 % in der vergangenen Woche entspricht. Der starke Anstieg brachte MYX Finance (MYX) in eine Sieben-Tage-Spanne von $0,984 bis $3,78, wobei auch das Handelsvolumen stark anstieg.
Allein in den letzten 24 Stunden verzeichnete MYX ein Spot-Volumen von $314,9 Millionen, ein Anstieg von 829 % gegenüber dem Vortag. Auch die Aktivität am Derivatemarkt nahm zu. Das Volumen von Perpetual Futures stieg laut Coinglass-Daten um 2.345 % auf $4,23 Milliarden, während das Open Interest um 138 % auf $262,1 Millionen anstieg.
Diese Zahlen deuten sowohl auf eine erhöhte Marktverschuldung als auch auf verstärkten spekulativen Handel hin. Steigendes Open Interest signalisiert typischerweise neue Positionen statt einfacher Schließungen, was darauf hindeutet, dass Händler die Rallye aggressiv verfolgen. Das macht den Token jedoch auch anfällig für Volatilitätsschocks und Zwangsliquidationen.
Vorwürfe der Insider-Manipulation
Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Rallye kamen auf, nachdem der Web3-Kommentator Dominic am 7. September seine 44.000 Follower auf X auf „fragwürdige Aktivitäten“ aufmerksam machte. Seine Analyse beschuldigte Wale und Insider, einen Pump-and-Dump durch Wash-Trading, erzwungene Short Squeezes und koordinierte Käufe über verschiedene Börsen hinweg organisiert zu haben.
Dominic behauptet, dass das tägliche Perpetuals-Volumen plötzlich auf $6–9 Milliarden sprang, was für einen Token der Größe von MYX unverhältnismäßig ist. Identische Handelsmuster auf Bitget, PancakeSwap und Binance deuteten auf koordinierte Wal-Aktivitäten hin, und mehr als $10 Millionen an Shorts wurden an einem einzigen Tag liquidiert.
MYX Finance Kursrallye trotz Token-Freigabe
Das Timing fiel mit einer bedeutenden Token-Freigabe zusammen. Fast 39 Millionen MYX-Token gelangten in den Umlauf, gerade als der Preis anstieg, was es frühen Insidern ermöglichte, ihre Bestände an Privatanleger abzugeben. Die Kombination aus Freigaben und steigendem Interesse an Derivaten schürt den Verdacht, dass die Rallye weniger nachhaltigen Schwung und mehr künstlich erzeugte Liquidität hat.
„Diese Taktiken erzeugen künstliche Nachfrage, die verschwindet, sobald Insider aussteigen“, schrieb Dominic und fügte hinzu, dass Privatanleger als Exit-Liquidität genutzt werden.
Die Bedenken erinnern an den Absturz von Mantra (OM) im April, als OM nach mutmaßlichen Insider-Token-Bewegungen innerhalb einer Stunde um 90 % einbrach. Dieses Ereignis vernichtete $5,5 Milliarden an Marktkapitalisierung und löste Vorwürfe der Börsenübergreifenden Manipulation aus, woraufhin das Projekt eine Tokenverbrennung ankündigen musste, um das Vertrauen wiederherzustellen.
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