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Volkswagen stürzt ab! Deutliche Senkung der Gewinnerwartung für 2026, Porsche mit Wertberichtigung von 6 Milliarden Euro

Volkswagen stürzt ab! Deutliche Senkung der Gewinnerwartung für 2026, Porsche mit Wertberichtigung von 6 Milliarden Euro

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/18 21:51
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Volkswagen erwartet, dass die operative Umsatzrendite des Konzerns im Jahr 2026 maximal 1% betragen wird, was deutlich unter den zuvor prognostizierten 4% bis 5,5% liegt. Das Unternehmen rechnet damit, dass Sonderfaktoren im Gesamtjahr das operative Ergebnis mit rund 10 Milliarden Euro belasten werden, davon etwa 6 Milliarden Euro durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen des Goodwills im Porsche-Geschäft. Ein weiterer Druckfaktor für Volkswagen ist die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Automobilhersteller sowie die rapide wachsende Verbrauchernachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen. Infolge dieser Nachrichten schloss die Volkswagen-Aktie am Freitag mit einem Minus von 5,6%.

Der Volkswagen-Konzern hat erneut seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr gesenkt. Hauptgründe sind die Wertminderung im Porsche-Geschäft, die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Automobilhersteller sowie die höheren Kosten für die Umstrukturierung.

Am 18. September veröffentlichte der Volkswagen-Konzern eine Mitteilung, in der er ankündigte, dass der Konzernumsatz für 2026 voraussichtlich bei rund 315 Milliarden Euro liegen und die operative Umsatzrendite maximal 1% betragen wird – deutlich unter den Analystenerwartungen von 4,29% und auch deutlich unter den zuvor prognostizierten 4% bis 5,5%.

Das Unternehmen rechnet damit, dass Sonderprojekte im Gesamtjahr den operativen Gewinn mit rund 10 Milliarden Euro belasten werden, davon rund 6 Milliarden Euro durch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung auf den Firmenwert des Porsche-Geschäfts.

Infolge der gesenkten Ergebniserwartungen brach die Volkswagen-Aktie am Freitag zeitweise um 7,5% ein und schloss schließlich mit einem Minus von 5,6%. Die Porsche-Aktie verlor 4,9%, und der europäische Automobil- und Zulieferersektor gab um 3,4% nach.

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Wertminderung bei Porsche in Höhe von 6 Milliarden Euro

Die markanteste Einzelmaßnahme bei der Anpassung der Prognose ist die Firmenwertabschreibung in Höhe von rund 6 Milliarden Euro auf das Porsche-Geschäft.

Volkswagen erklärte, dass Porsche seine mittelfristigen und langfristigen Pläne aktualisiert habe. Basierend darauf habe das Unternehmen die Annahmen zur Unternehmensbewertung angepasst und einen Werthaltigkeitstest des Goodwills im Porsche-Geschäft vorgenommen. Das Ergebnis ist eine voraussichtlich nicht zahlungswirksame Wertminderung von ca. 6 Milliarden Euro, die überwiegend im operativen Ergebnis des dritten Quartals 2024 verbucht wird.

Das zuvor veröffentlichte mittelfristige Ziel einer operativen Gewinnmarge bei Porsche lag bei 10% bis 15%. Volkswagen erklärte, dass die geänderten Gewinnaussichten im Porsche-Geschäft einer der Hauptgründe für die Wertminderung seien.

Porsche steht unter doppeltem Druck: Zum einen durch US-Zölle, zum anderen durch die sinkende Nachfrage nach ausländischen Luxusmarken in China – die Profitabilität leidet merklich.

Wichtig ist, dass es sich bei der Abschreibung auf den Firmenwert um einen nicht zahlungswirksamen Aufwand handelt, der nicht in gleichem Umfang zu einem Liquiditätsabfluss führt. Die Prognoseanpassung für den Gewinn bedeutet daher nicht zwangsläufig eine Verschlechterung des Cashflows.

Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Autohersteller steigt

Neben der Wertminderung bei Porsche bleibt die wachsende Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Automobilhersteller eine weitere große Belastung für Volkswagen.

Laut Volkswagen verlagert sich die Nachfrage der Konsumenten in China deutlich schneller als erwartet hin zu reinen Elektrofahrzeugen, wodurch die operative Entwicklung hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleibt. Besonders betroffen sind dabei Audi und die Marke Volkswagen Pkw.

Gleichzeitig strömen chinesische Elektrofahrzeuge verstärkt auf den europäischen Markt, was den Wettbewerbsdruck auf dem Heimatmarkt zusätzlich erhöht.

Da chinesische Hersteller wie BYD im Elektroauto-Segment ihre Wettbewerbsvorteile ausbauen, steht Volkswagen nicht nur unter Druck bei Verkaufszahlen und Marktanteilen, sondern muss auch verstärkt Investitionen in die Umstellung auf Elektromobilität tätigen.

Der Konzern betonte, dass das beschleunigte Nachfragewachstum bei reinen E-Fahrzeugen einer der Gründe für die Anpassung der Gewinnprognose ist. Die Gewinnmargen von Elektroautos liegen im Schnitt unter denen vergleichbarer Verbrenner-Modelle. Die rasche Umstellung des Verkaufsportfolios auf Elektrofahrzeuge verwässert die Gesamtprofitabilität, während Kostensenkungsmaßnahmen in Deutschland noch nicht vollständig umgesetzt sind.

Umstrukturierungskosten steigen weiter

Neben der Wertminderung bei Porsche rechnet Volkswagen für das zweite Halbjahr zudem mit weiteren negativen Einmaleffekten in Höhe von rund 2 Milliarden Euro.

Das Unternehmen teilte mit, dass darunter Kosten für die Ausweitung von Vorruhestandsregelungen, die geplante Veräußerung des Werks in Osnabrück sowie nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf Vermögenswerte am chinesischen Markt fallen.

Volkswagen hat bereits weitreichende Umstrukturierungen begonnen. Früheren Berichten von Wallstreetcn zufolge plant der Konzern, in den kommenden zehn Jahren die Zahl der Modelle zu halbieren und 50.000 Arbeitsplätze abzubauen. Zusammen mit den bereits gestrichenen Stellen summiert sich dies auf einen Stellenabbau von insgesamt 100.000 Beschäftigten.

Der Finanzvorstand und Chief Operating Officer des Volkswagen-Konzerns, Arno Antlitz, erklärte, dass diese Sondereffekte voraussichtlich mit rund 10 Milliarden Euro ins operative Ergebnis 2024 eingehen, davon werden etwa 9 Milliarden Euro im zweiten Halbjahr verbucht.

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