Guangda Futures 0917 Gold-Kommentar: Falkenhafte Zinserhöhung umgesetzt, Goldpreis erlebt starke Kursschwankungen und schließt auf dem Vierwochentief.
Am 16. September zeigte sich die COMEX-Goldkurse intraday äußerst volatil – vor der Veröffentlichung der Entscheidung stieg der Kurs kurzfristig an und legte tagsüber um über 1% zu; nach der Veröffentlichung der Entscheidung fiel der Kurs abrupt und schloss bei 4302,5 US-Dollar pro Unze, was einem Rückgang von 0,70% entspricht. Der SHFE-Gold-Nachthandel in China entwickelte sich schwächer und schloss bei 935,18 Yuan pro Gramm, mit einem Anstieg von 0,41%.
Zuvor kehrte sich die Erwartung, dass „alle negativen Faktoren bereits eingepreist sind“, um. Die Federal Reserve verkündete am Mittwoch wie erwartet eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte und hob die Zielspanne für den Leitzins auf 3,75% bis 4,00% an – die erste Zinserhöhung seit Juli 2023. Anders als bei der Juli-Sitzung mit drei Gegenstimmen, wurde dieser Beschluss von allen 12 stimmberechtigten FOMC-Mitgliedern einstimmig angenommen. Vor der Veröffentlichung der Entscheidung nahm der Markt an, dass die kurzfristigen Zinserhöhungserwartungen bereits vollständig eingepreist seien, was eine Runde von „negativen Faktoren sind eingepreist“-Trading auslöste – der Spot-Goldkurs erreichte kurzzeitig 4367,99 US-Dollar. Doch zwei Signale drehten anschließend die Lage komplett: Erstens wies die aktualisierte Wirtschaftsprognose der Federal Reserve darauf hin, dass der Zinssatz bis Jahresende 4,1% erreichen könnte, was mindestens eine weitere Zinserhöhung noch im laufenden Jahr suggeriert. Zweitens nahm Federal Reserve-Chair Walsh in der Pressekonferenz eine noch deutlichere „hawkish“ Haltung ein, versprach „Preisstabilität zu erreichen“ und strich die vorherigen konkreten Erklärungen zu Nahost-Konflikten und Energieversorgungs-Schocks zugunsten der allgemeineren Formulierung „Entwicklung geopolitischer Lage“. Nach Veröffentlichung des Beschlusses stieg der Dollar-Index kurzfristig stark und überschritt die 100-Punkte-Marke, mit einem Anstieg um 0,7% innerhalb des Tages. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen blieb auf einem hohen Niveau nahe 4,97%, was weiterhin Druck auf die Haltekosten für das zinslose Gold ausübt.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung hat das Ergebnis dieser FOMC-Sitzung kurzfristig einen klaren Druck auf die Goldkurse ausgeübt. Das „hawkish“ Zinserhöhungs-Paket von Walsh und der Hinweis auf fortgesetzte Straffung bedeuten, dass die Zinserwartungen möglicherweise noch nicht vollständig abgebaut sind. Künftig sind zwei Variablen besonders zu beobachten: Erstens die Entwicklung der wirtschaftlichen Daten der Federal Reserve, insbesondere ob der Inflationsrückgang tatsächlich einsetzt; zweitens, ob die langfristigen Renditen von US-Staatsanleihen von ihrem hohen Niveau nahe 5% zurückgehen können.
Quellen: Wind, Guangda Futures Research Institute
Autor: Shi Yueming
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Redaktionsverantwortung: Zhu Henan

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