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Die britische Inflation (CPI) steigt im August auf 3,1 % und erreicht ein 5-Monats-Hoch; steigende Ölpreise verstärken Zinserhöhungserwartungen.

Die britische Inflation (CPI) steigt im August auf 3,1 % und erreicht ein 5-Monats-Hoch; steigende Ölpreise verstärken Zinserhöhungserwartungen.

智通财经智通财经2026/09/16 07:31
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Die britische Inflationsrate (CPI) stieg im August auf 3,1 % und erreichte damit den höchsten Stand seit März. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Kraftstoffpreise an Tankstellen. Die Inflation im Dienstleistungssektor blieb bei 3,4 % bestehen. Die Energie-Rechnungen könnten im nächsten Jahr um 25 % steigen, wodurch es für die Bank of England immer schwieriger wird, an ihrer momentanen Geldpolitik festzuhalten.

Laut Informationen von Golden Ten Data ist die Inflation im Vereinigten Königreich den zweiten Monat in Folge gestiegen. Die vom britischen Amt für nationale Statistik am Mittwoch veröffentlichten Daten zeigen, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Jahresvergleich bis August um 3,1 % gestiegen ist – der höchste Wert seit März. Damit liegt der Wert über den 2,9 % des Vormonats und entspricht dem Median der Erwartungen von Ökonomen, liegt jedoch über der früheren Prognose der Bank of England von 2,8 %.

Der Inflationsanstieg wurde hauptsächlich durch höhere Preise für Kraftstoffe getrieben. Aufgrund des andauernden Kriegs im Iran sind die Preise an britischen Tankstellen deutlich gestiegen. Die Kraftstoffpreise für Fahrzeuge erhöhten sich im August im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 %, deutlich mehr als die 0,4 % Steigerung im selben Zeitraum des Vorjahres. Auch Flugpreise, welche recht volatil sind, stiegen gegenüber dem Vormonat um 6,2 %, im Vergleich zu 2,1 % im Vorjahr.

Die Dienstleistungsinflation, ein Maß für den inländischen Preisdruck, verharrte bei 3,4 %, während die Kerninflationsrate, die Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausschließt, ebenfalls bei 2,6 % blieb. Die Lebensmittelinflation blieb nahezu konstant bei 1,1 %.

Nach Veröffentlichung der Daten blieb das Pfund Sterling weitgehend unverändert. Händler verringerten ihre Wetten auf Zinserhöhungen durch die Bank of England, erwarten aber weiterhin vier Zinserhöhungen innerhalb der kommenden zwölf Monate.

Die Bank of England wird diese Woche ihre Zinsentscheidung bekannt geben; der Markt rechnet überwiegend damit, dass die Zinsen unverändert bleiben. Allerdings wächst mit dem weiteren Anstieg der Energiepreise der Druck auf die zuvor abwartende Haltung der Bank. Bank of England-Gouverneur Andrew Bailey hat kürzlich gewarnt, dass neue Inflationsrisiken entstehen, insbesondere bei Lebensmittelpreisen. Das Vereinigte Königreich erlebt derzeit extreme Trockenheit, zudem könnte der potenzielle Einfluss des El-Niño-Phänomens die Lebensmittelkosten weiter in die Höhe treiben.

Britische Autofahrer sehen sich derzeit den höchsten Preisen für Benzin und Diesel seit 2022 gegenüber, während der internationale Ölpreis bereits auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen ist. Die steigenden Energiepreise treiben nicht nur die aktuelle Inflation direkt in die Höhe, sondern könnten sich auch durch erhöhte Stromrechnungen für Privathaushalte weiter bemerkbar machen.

Laut einer Analyse von Bloomberg Economics könnten die Energierechnungen der privaten Haushalte um etwa 25 % steigen, wenn die britische Energiepreisobergrenze im Januar nächsten Jahres neu festgesetzt wird. Sollte dieses Wachstum eintreten, könnte die CPI-Inflationsrate bis 2027 über 4 % steigen, was den Druck auf die Regierung zur Unterstützung der Haushalte weiter erhöht.

Die Bank of England geht derzeit davon aus, dass die Inflation im vierten Quartal dieses Jahres einen Höchststand von 3,2 % erreichen wird, was deutlich über dem Inflationsziel von 2 % liegt. Allerdings ist der nationale Preisdruck im Land noch nicht außer Kontrolle geraten. Der Bank of England zufolge haben sich die Inflationserwartungen der Haushalte für das kommende Jahr von 4 % im Mai auf 3,2 % im August verringert; eine weitere Umfrage unter Unternehmen zeigt, dass diese für 2027 mit einem Lohnwachstum „in etwa auf dem Niveau von 2026 oder darunter“ rechnen – das durchschnittliche Wachstum für 2026 lag bei 3,6 %.

Bloomberg Economics geht davon aus, dass die steigenden Energiepreise den britischen CPI Anfang nächsten Jahres leicht über 4 % anheben könnten. Es wird erwartet, dass die Bank of England bei der Sitzung im September den Leitzins beibehält, jedoch einen restriktiven Ton anschlägt und den Weg für weitere geldpolitische Straffungen später im Jahr ebnet.

Inzwischen zeigt die britische Wirtschaft nach Ausbruch des Krieges weiterhin eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Im Juli wuchs die Wirtschaft Großbritanniens überraschend um 0,4 %, jedoch stellen Energiepreisschocks, ein schwacher Arbeitsmarkt sowie das Risiko weiter steigender Lebensmittelpreise die Bank of England weiterhin vor die Herausforderung, zwischen Inflationsbekämpfung und Vermeidung zusätzlicher Belastungen für die Konjunktur abzuwägen.

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