US-Aktien bewegen sich: Corning (GLW.US) fällt vorbörslich um über 8 %, plant Aktienemission zur Kapitalbeschaffung von bis zu 2 Milliarden US-Dollar
Das Unternehmen hat ein neues Aktienemissionsprogramm angekündigt, mit dem möglicherweise bis zu 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt werden könnten.
Nach Erkenntnissen von Zhihui Finance APP fiel der Aktienkurs von Corning (GLW.US) am Montag vorbörslich um mehr als 8 %. Zuvor hatte das Unternehmen ein neues Aktienausgabeprogramm angekündigt, das bis zu 2 Milliarden US-Dollar einbringen könnte und bei den Investoren Bedenken hinsichtlich einer möglichen Verwässerung der Aktionärsrechte auslöste.
Der Spezialglas- und Glasfasernhersteller teilte in einer am vergangenen Freitag eingereichten Unterlage mit, dass mit Goldman Sachs eine Aktienvertriebsvereinbarung abgeschlossen wurde, um im Rahmen eines „At-the-Market“ (ATM) Programms Stammaktien zu verkaufen. Im Gegensatz zu traditionellen Zweitemissionen hat Corning weder einen festen Preis noch eine festgelegte Stückzahl bestimmt. Stattdessen kann das Unternehmen je nach Marktlage und weiteren Bedingungen den Zeitpunkt, Preis und Umfang einzelner Verkäufe bestimmen. Diese Aktien werden von Zeit zu Zeit über Markttransaktionen oder andere zulässige Wege verkauft.
Vor dieser Emission ist der Kurs der Corning-Aktie in diesem Jahr stark gestiegen. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um etwa 91 % erhöht, was vor allem auf die optimistische Stimmung des Marktes bezüglich der Schlüsselrolle des Unternehmens im Bereich KI-Infrastruktur zurückzuführen ist. Corning hat bedeutende Glasfaser- und Konnektivitätsvereinbarungen mit Hyperscale-Cloud-Anbietern abgeschlossen und kürzlich auch einen milliardenschweren Vertrag mit Verizon bekannt gegeben; zusätzlich hat NVIDIA sich durch Optionsscheingeschäfte verpflichtet, bis zu 3,2 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der Kapazitätserweiterung von Corning bereitzustellen.
Nach Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal fiel der Aktienkurs von Corning jedoch deutlich zurück. In Kombination mit Marktbedenken über die Bewertung und die Prognosen liegt der Kurs immer noch deutlich unter dem Juni-Hoch von über 270 US-Dollar. Die Investoren wägen derzeit die KI-bedingten Wachstumschancen von Corning gegen die potenzielle Verwässerung durch die Aktienausgabe ab.
Bei Stocktwits hat sich die optimistische Stimmung der Privatanleger gegenüber Corning etwas abgekühlt, befindet sich aber bis Montag weiterhin im „bullishen“ Bereich.
Ein Händler äußerte sich auf Stocktwits wie folgt: „Corning registriert eine Emission von bis zu 2 Milliarden US-Dollar. Laut den Einreichungsunterlagen verkaufen sie per Block-Trading an private Investoren. 12 Millionen Aktien kann jeder kaufen. Für eine Order dieser Größenordnung ist ein starker Cashflow erforderlich. Um zu wachsen, benötigt man Geld. So einfach ist das.“
Ein anderer Händler sagte: „Corning ist das beste Unternehmen auf dem Markt und könnte sich im nächsten Jahr verdoppeln.“
Corning profitiert auch von der positiven Resonanz auf das von Apple in der vergangenen Woche vorgestellte erste faltbare iPhone. Investoren setzen auf eine starke Nachfrage, die dem Geschäft mit fortschrittlichem Glas zugutekommen könnte. Corning unterhält eine langjährige Partnerschaft mit Apple und ist Hauptlieferant von Abdeckgläsern für das iPhone und andere Apple-Geräte. Das neue faltbare iPhone soll voraussichtlich auf die ultradünne, flexible Glas-Technologie von Corning setzen.
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