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Uneinigkeit unter den Fed-Vertretern: Barkin unterstützt den Stillstand, Harker beharrt auf Zinserhöhung

Uneinigkeit unter den Fed-Vertretern: Barkin unterstützt den Stillstand, Harker beharrt auf Zinserhöhung

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/13 13:31
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Der Präsident der Federal Reserve Bank of Richmond, Barkin, unterstützt die Beibehaltung der Zinssätze und sieht die Inflation hauptsächlich durch temporäre Schocks verursacht, warnt jedoch davor, dass Investitionen in KI und Lieferketten anhaltenden Preisdruck erzeugen könnten. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Mester, bekräftigt dagegen ihre Haltung für eine Zinserhöhung und warnt vor Risiken für die Finanzstabilität wie US-Staatsverschuldung und eine mögliche KI-Blase. Die anhaltend niedrige Arbeitslosenquote und gemischte Wirtschaftsdaten sorgen für erhebliche Unsicherheit hinsichtlich des geldpolitischen Kurses der Federal Reserve im September.

Die internen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der US-Notenbank bezüglich des künftigen geldpolitischen Kurses werden zunehmend öffentlich. Der Präsident der Richmond Federal Reserve, Barkin, erläuterte am Donnerstag die Gründe für eine unveränderte Zinspolitik und warnte gleichzeitig vor anhaltenden Inflationsrisiken; Cleveland Federal Reserve-Präsidentin Harker bekräftigte erneut ihre Position zugunsten einer Zinserhöhung und setzte damit ihre abweichende Haltung vom Meeting im Juli fort.

Am 13., erklärte Barkin in einer Rede in Greenville, South Carolina, dass die derzeitige Inflation größtenteils auf Zölle und durch den Iran-Krieg ausgelöste Ölpreisschocks zurückzuführen ist – „Schocks, die voraussichtlich abklingen werden“. Dies bildet die Kernlogik seiner Unterstützung für eine unveränderte Zinspolitik. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass anhaltende Herausforderungen in den Lieferketten und die KI-Investitionswelle zu stabileren Preisdruck führen könnten, was eine weitere Straffung der Geldpolitik erfordern würde.

Harker hingegen äußerte sich in Dayton, Ohio, noch direkter: „Meiner Ansicht nach müssen wir jetzt handeln.“

Die öffentlichen Äußerungen beider Vertreter erschweren die Prognosen für die kommende US-Notenbank-Sitzung im September. Die US Notenbank hat vergangenen Monat zum fünften Mal in Folge die Zinssätze unverändert gelassen, doch die Gruppe jener, die eine Straffung der Geldpolitik fordern, wächst.

Barkin: Die Inflation könnte abklingen, Risiken bleiben bestehen

Barkin beurteilt die aktuelle wirtschaftliche Lage insgesamt optimistisch, bleibt aber in seinen Formulierungen vorsichtig. Er betonte, dass die Arbeitslosenquote seit 58 Monaten unter 4,5% liegt – ein historischer Rekord. Die US-Wirtschaft wird weiterhin vom Konsum getragen und bleibt insgesamt widerstandsfähig. Selbst Haushalte mit niedrigem Einkommen setzen ihren Konsum fort.

Er wies zudem darauf hin, dass die Investitionswelle außerhalb von KI-Rechenzentren ebenfalls bemerkenswert sei. „Bankprojekte sind solide, Übernahmen sind aktiv, Mietverträge werden unterschrieben, Fabriken werden gebaut, die Verteidigungsbranche boomt“, so Barkin:

„Viele Wirtschaftslenker betrachten hohe Unsicherheit als neuen Standard und wollen nicht mehr warten.“

Er erwähnte außerdem, dass KI-Investitionen scheinbar gegenüber dem Zinsniveau „immun“ sind und die entsprechenden Kapitalausgaben trotz hoher Finanzierungskosten nicht deutlich zurückgehen.

Barkin äußerte sich jedoch nicht konkret zu seiner Position für die September-Sitzung. Dieses Jahr ist er nicht stimmberechtigtes Mitglied des Federal Open Market Committee (FOMC).

Harker: Klar für Zinserhöhung, Fokus auf Risiken für Finanzstabilität

Im Unterschied zu Barkins vorsichtiger Formulierung vertritt Harker eine deutlichere Haltung. Sie hatte gemeinsam mit zwei weiteren Mitgliedern beim FOMC-Meeting im Juli abweichend gestimmt und eine Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte befürwortet; in ihrer aktuellen Rede bekräftigte sie diese Position.

In Bezug auf die Finanzstabilität äußerte Harker spezifische Bedenken. Sie wies darauf hin, dass große Mengen an Fremdkapital zum Kauf von US-Staatsanleihen verwendet werden – eines ihrer Hauptüberwachungsfelder. Zudem beobachtet sie die Ausweitung des Private Credit sowie die mögliche Blasenbildung im KI-Bereich.

Im Arbeitsmarktbereich erklärte Harker, dass „der Arbeitsmarkt ziemlich robust“ sei. Die Arbeitslosenquote ist derzeit stabil und bleibt laut ihr der beste Indikator für die Gesundheit des Beschäftigungsmarktes.

Gemischte Wirtschaftsdaten, ungelöste Meinungsverschiedenheiten

Die aktuellen Herausforderungen für die Geldpolitik der US-Notenbank resultieren teilweise aus widersprüchlichen Wirtschaftsdaten. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli moderat und lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen; gleichzeitig zeigte sich der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen erneut schwach, doch die Arbeitslosenquote sank auf 4,1%. Diese Daten konnten die internen Differenzen beim FOMC nicht abbauen.

Aktuell hat die US-Notenbank fünf Mal in Folge die Zinsen nicht verändert, jedoch nehmen die Stimmen für eine restriktivere Politik weiter zu. Barkins Einschätzung, dass „es sowohl Gründe für als auch gegen eine Zinserhöhung gibt“, spiegelt die derzeitige Dilemma der Entscheidungsträger wider – wie die Notwendigkeit weiterer Straffung angesichts einer Inflation, die noch nicht das 2%-Ziel erreicht hat, mit den potenziellen Risiken eines wirtschaftlichen Abschwungs abgewogen werden kann.

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