Der Anstieg der MLCC-Preise: Einzigartiger Höhenflug oder Wiederholung des Dramas auf dem Speichermarkt?
Der führende Hersteller von passiven Bauelementen, Yageo, erklärte, dass die Nachfrage nach MLCCs "tatsächlich sehr stark" sei; von der Auslastung der Produktionskapazität über neue Projekte von Kunden bis hin zu langfristigen Vertragsanfragen steige die Marktaktivität kontinuierlich. Yageo betonte besonders, dass immer mehr AI-bezogene Kunden zur Vermeidung zukünftiger Lieferengpässe proaktiv verlangen, Kapazitäten für Lieferungen in den kommenden sechs Monaten oder sogar Jahren im Voraus zu sichern.
Derzeit sind die führenden MLCC-Hersteller vollständig ausgelastet, und die Lieferzeiten wurden auf 12 bis 16 Monate verlängert. Große Unternehmen weisen ihre bestehende Kapazität vorrangig großen Kunden und langjährigen Partnern zu, während hochentwickelte Anwendungen wie AI-Server und Datenzentren rasant wachsen und damit den verfügbaren Raum für kleinere und mittlere Kunden weiter verkleinern. Für einige dringende Aufträge werden inzwischen Preise geboten, die das Zwei- bis Dreifache des ursprünglichen Preises erreichen, und das "höchstbietend erhält die Ware"-Phänomen breitet sich weiter am Markt aus.
Yageo gab bei früheren Investorengesprächen bereits ein Signal für eine gestärkte Angebots- und Nachfragesituation im Markt für passive Bauelemente. Das Unternehmen erwartet, dass die Auslastung der Standardprodukt-Kapazitäten in diesem Quartal von etwa 80 % im zweiten Quartal auf über 90 % steigen wird, während die Kapazitätsauslastung bei Spezialprodukten weiterhin über 90 % bleiben wird. Insgesamt bewegt sich die Produktionskapazität auf Vollauslastung zu. Die starke Nachfrage wird nicht nur von Yageo wahrgenommen, sondern alle führenden globalen MLCC-Hersteller senden positive Signale. Der weltweit führende MLCC-Hersteller, das japanische Unternehmen Murata, hat kürzlich seine Jahresgewinn-Prognose deutlich erhöht; der Ausbau von Datenzentren wird dabei als einer der wichtigsten Wachstumstreiber genannt.
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