Eine weitere Investmentbank stuft Apple (AAPL.US) herab! Das 20-Jahre-Jubiläumsmodell des iPhones mit Vollglas soll gestrichen werden. Jefferies warnt, dass die Preiserhöhung durch ein faltbares Display „schwieriger als erwartet“ ist.
Apple (AAPL.US) wurde von der Investmentbank Jefferies auf die Bewertung „Underperform“ herabgestuft, was ein weiteres Beispiel für die zunehmende negative Marktstimmung gegenüber dem Unternehmen ist.
Die APP von Zhihui Finance stellt fest, dass Apple (AAPL.US) von der Investmentbank Jefferies herabgestuft wurde – das Rating fällt jetzt auf „Underperform“, was das jüngste Beispiel für die zunehmend bärische Marktstimmung gegenüber dem Unternehmen ist.
Jefferies-Analyst Edison Lee äußerte Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Apple iPhone, insbesondere im Hinblick auf die Fähigkeit des Unternehmens, den durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) im Laufe der Zeit zu steigern.
Er schrieb in seinem Bericht, dass Überprüfungen der Lieferkette darauf hindeuten, dass das Unternehmen „das gläserne Jubiläums-iPhone-Modell wegen mangelnder Produktionserträge eingestellt hat“. „Das zeigt, dass es schwieriger als erwartet ist, neue Formfaktoren im iPhone einzuführen, um den durchschnittlichen Verkaufspreis zu erhöhen.“
Früher gab es mehrere Hinweise darauf, dass Apple für das 20-jährige Jubiläum des iPhone im nächsten Jahr ein neues Modell mit bahnbrechendem Design vorstellen will. Die nächste iPhone Pro-Generation soll ein nahezu randloses, vierseitig gekrümmtes Display erhalten, das sich über die Seiten des Gehäuses zieht und ein noch integrierteres visuelles Erlebnis bietet.
Faltbares iPhone könnte ein Nischenprodukt bleiben
Edison Lee schrieb, es werde erwartet, dass Apple im nächsten Monat erstmals ein faltbares iPhone präsentieren wird, „das nun die einzig wichtige Triebkraft für höhere Durchschnittspreise und Margen in den kommenden Jahren sein dürfte“. Allerdings werden die hohen Preise wichtiger Komponenten wie Speicherchips den Endpreis des Produkts weiter nach oben treiben, und „wir sind weiterhin der Meinung, dass ein derart teures Smartphone ein Nischenprodukt bleibt“.
Bisher hatte Jefferies Apple auf „Hold“ eingestuft. Mit der Herabstufung wurde auch das Kursziel von 285,56 USD auf 263,66 USD gesenkt. Die Apple-Aktie schloss am vergangenen Freitag bei 313,33 USD.
Laut Daten haben aktuell bereits sechs Institutionen Apple mit einem Äquivalent zu „Verkaufen“ bewertet – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Im vergangenen Monat hatte KeyBanc Capital Markets das Rating aufgrund von Nachfrage- und Bewertungsbedenken auf „Underweight“ gesenkt.
KeyBanc wies darauf hin, dass US-Mobilfunkanbieter generell die Subventionen für Smartphones kürzen, was die Geschwindigkeit der iPhone-Erneuerungszyklen direkt ausbremst. Das Institut hält die allgemeine Markterwartung eines iPhone-Absatzwachstums von 8 % im Geschäftsjahr 2027 für „zu optimistisch“.
Darüber hinaus sieht sich Apples Servicesparte, in den letzten Jahren wichtigster Wachstums- und Gewinnmotor, nun einem verlangsamten Wachstum gegenüber. KeyBanc erwartet, dass die nachlassenden iPhone-Verkäufe das jährliche Wachstum im Servicebereich auf 7 % drücken werden – deutlich unter der Markterwartung von 12 %.

Die Vorsicht gegenüber Apple nimmt weiter zu
Konsensrating der Analysten auf Tiefststand seit 2019 gefallen
Insgesamt sank das zusammengesetzte Empfehlungsscore – als Maßstab für das Verhältnis von Kaufen-, Halten- und Verkaufen-Ratings – auf 3,88 von 5 Punkten und erreichte damit den tiefsten Stand seit 2019. Weniger als 60 % der Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf; das liegt deutlich unter den Werten von Microsoft, Amazon und Nvidia, die allesamt von über 90 % der Institute zum Kauf empfohlen werden.
Im vorbörslichen Handel am Montag fiel die Apple-Aktie um 1,3 %. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag liegt der Kurs nun rund 8 % unter dem jüngsten Hoch. Der aktuellste Rückgang trat nach Bekanntgabe der Quartalszahlen auf, als Apple aufgrund von Lieferengpässen eine enttäuschende Umsatzprognose abgab.
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