Gold nähert sich dem Zwei-Monats-Hoch – diese Woche kommt die entscheidende Variable für die Volatilität
汇通网 10. August berichtet—— Am Montag, dem 10. August, befindet sich der Spot-Goldpreis nach einer kräftigen Rallye in der vergangenen Woche nun in einer Phase der Konsolidierung auf hohem Niveau; aktuell bewegt er sich nahe 4340 USD pro Unze, die tägliche Schwankung ist relativ begrenzt. Der wöchentliche Anstieg lag bei über 7%, wobei am vergangenen Freitag das höchste Niveau seit fast sieben Wochen erreicht wurde.
Am Montag, dem 10. August, befindet sich Spot-Gold nach der starken Rallye der letzten Woche nun in einer Konsolidierungsphase auf hohem Niveau; aktuell liegt der Preis nahe 4340 USD pro Unze, die Intraday-Volatilität bleibt überschaubar. Insgesamt stieg Gold letzte Woche um mehr als 7% und erreichte am Freitag das höchste Niveau seit fast sieben Wochen.
Unterdessen sank die Zahl der nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigten in den USA im Juli unerwartet um 23.000, wodurch die Märkte den künftigen Zinspfad der Federal Reserve neu bewerteten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September ist von einem zuvor höheren Niveau auf etwa 44% gefallen. Der Fokus der Märkte richtet sich in dieser Woche auf die Verbraucherpreis- und Produzentenpreisindizes der USA, was bedeutet, dass der aktuelle Goldpreis nicht mehr nur von einer technischen Rallye bestimmt wird, sondern in eine neue Runde der Balance zwischen Arbeitsmarkt, Inflation und Realzinsen übergeht.
Arbeitsmarktdaten verändern die Zinserwartungen, Gold erhält wieder makroökonomische Impulse
Die wichtigste Veränderung in dieser Goldhausse resultiert aus einer Neujustierung der Zinserwartungen. Im Juli ging die Zahl der US-Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 23.000 zurück, was deutlich schwächer ausfiel als die zuvor erwartete Zunahme von etwa 80.000; zudem wurden die Werte der vorangegangenen zwei Monate nach unten korrigiert. Die Arbeitsmarktdaten bestimmen nicht direkt den Goldpreis, sie beeinflussen diesen jedoch über die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve, die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar. Die neuesten Marktterminen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf etwa 44% gesunken ist – deutlich niedriger als vor der Veröffentlichung der Beschäftigungszahlen.
Gold selbst generiert keine Zinsen, daher steigen die Opportunitätskosten des Haltens, wenn die risikofreien Zinserwartungen zunehmen; sinken die Erwartungen einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik, nehmen die Opportunitätskosten ab. Das aktuelle Goldplus sollte daher nicht ausschließlich als steigende Risikoaversion interpretiert werden, sondern vielmehr als Folge der Neujustierung des Zinspfads und der Verringerung des Bewertungsdrucks für Gold.
Der Rückgang der Renditen für US-Staatsanleihen verstärkt diese Argumentation. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen liegt nahe 4,65%, also unter dem bisherigen Höchstwert von rund 4,74%; der US-Dollar Index befindet sich etwa auf einem Zwei-Monats-Tief. Beide Entwicklungen zusammen schaffen günstige finanzielle Bedingungen für das Gold im Vergleich zur Vergangenheit.
Marktfokus liegt in dieser Woche auf US-Inflationsdaten
Die Arbeitsmarktdaten haben die erste Phase der Erwartungsanpassung abgeschlossen, aber diese Woche sind Verbraucherpreisindex und Produzentenpreisindex die entscheidenden Variablen für die Frage, ob die aktuelle Neubewertung weiter Bestand hat. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Inflationszahl, sondern ob die Inflation zusammen mit dem schwächeren Arbeitsmarkt ein einheitliches Signal aussendet.
Die neuesten Markterwartungen zeigen, dass vor Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes die Wahrscheinlichkeiten für eine unveränderte US-Geldpolitik im September und eine weitere Zinserhöhung nahezu ausgeglichen sind. Einige Institutionen rechnen mit einer Gesamtinflationsrate von etwa 3,4%. Bleibt die Inflation hartnäckig, könnten die Märkte die zuletzt rasch gesunkenen Wahrscheinlichkeiten einer weiteren Straffung neu bewerten; bleibt der Preisdruck hinter den Erwartungen zurück, liefert der Arbeitsmarkt für die Neubewertung des Zinspfads weitere makroökonomische Argumente.
Daher ist für Gold in dieser Woche die größte Variable nicht die Frage bestimmter technischer Preislevels, sondern ob die Erwartungen an die Realzinsen weiter verändern. Der Verbraucherpreisindex beeinflusst die Einschätzung der terminalen Inflation, der Produzentenpreisindex liefert Hinweise auf den Kostendruck; beide Daten entschieden gemeinsam, wie die Märkte die Dauer des Hochzinsniveaus neu kalkulieren.
Das unterscheidet die aktuelle Goldentwicklung fundamental vom gewöhnlichen technischen Rebound. Preissteigerungen, ein schwacher Dollar sowie fallende Anleiherenditen zur selben Zeit bedeuten, dass die Hausse bei Edelmetallen mittlerweile in einen komplexeren makroökonomischen Bewertungsprozess eingebettet ist.
Tagesstruktur deutlich verbessert, aber Volatilität zieht ebenfalls an
Aus technischer Sicht zeigt der Tageschart, dass das mittlere Band des Bollinger-Index bei etwa 4101 liegt, das obere Band bei 4291 und das untere bei 3912. Der Goldpreis bewegte sich lange Zeit in der Nähe und unterhalb des mittleren Bands, hat aber in den letzten Handelstagen den Konsolidierungsbereich rasch verlassen und notiert nun oberhalb des mittleren Bands. Das jüngste Hoch erreichte etwa 4371 – was zeigt, dass der Markt von einer Phase niedriger Volatilität auf eine höher werdende Schwankung umgeschaltet hat.
Bemerkenswert ist zudem die MACD-Struktur. Der DIFF ist auf 33,67 gestiegen, DEA ist negativ bei -6,42, und das MACD-Balkenmaß beträgt ca. 80,18. Dies ist kein einfaches Kaufsignal, sondern zeigt vielmehr, dass die Geschwindigkeit der Kursbewegung zuletzt deutlich schneller war als im vorherigen Seitwärtsmarkt, die kurzfristige Dynamik wird also rasch freigesetzt.
Doch Dynamik und Volatilitätsrisiko treten oft gemeinsam auf. Nach dem Ausbruch über das obere Bollinger-Band sollte dies weder rein mechanisch als Trendbestätigung verstanden werden noch als Überkauftheit. Der Bollinger-Index zeigt die Position des Preises im Vergleich zu einem Durchschnitt und einer Standardabweichung aus der Vergangenheit. Wenn der Markt plötzlich eine lange Phase enger Konsolidierung verlässt, steigt die Distanz zum mittleren Band rasch, was an sich schon darauf hinweist, dass der Markt eine Neupreisung der Volatilität durchläuft.
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