Der „Big Short“-Burry schlägt erneut zu: Short-Positionen auf Oracle (ORCL.US) und Nebius (NBIS.US) – Warnung vor außerbilanziellen Leverage-Risiken in der Technologie- und Cloud-Branche.
Burry gab am Donnerstag bekannt, dass er Oracle (ORCL.US) und Nebius (NBIS.US) leerverkauft.
Wie von Zhihui Finance APP berichtet, hat der "Big Short" Michael Burry am Donnerstag bekannt gegeben, dass er Oracle (ORCL.US) und Nebius (NBIS.US) shortet. Er warnte, dass das durch außerbilanzielle Verpflichtungen verursachte Leverage-Risiko im Technologie- und Cloud-Computing-Sektor weiterhin wächst.
Burry gab an, dass er seine Short-Position bei Oracle zu einem Kurs von 144,63 US-Dollar pro Aktie wieder aufgebaut hat und somit erneut eine pessimistische Haltung gegenüber dem Software-Giganten einnimmt. Noch am vergangenen Montag (5. August) teilte er mit, dass er seine Short-Position in Oracle glattgestellt hatte.
Zuvor hielt Burry Put-Optionen mit einem Ausübungsdatum im Januar 2027 und einem Ausübungspreis im Bereich von 100 US-Dollar. Damals erklärte er: „Diese Position hat bereits beträchtliche Gewinne eingebracht, daher steige ich aus. Wenn die Marktvolatilität sinkt, könnte ich wieder Put-Optionen auf Oracle kaufen.“
Am Donnerstag gab Burry zudem eine weitere größere Short-Position bekannt, diesmal auf den AI-Cloud-Infrastruktur-Anbieter Nebius. Der Aufbau der Position erfolgte zu Kosten von 211,77 US-Dollar pro Aktie. Burry erklärte, dass er sich dafür entschieden habe, die Aktie direkt zu shorten anstatt auf Put-Optionen zu setzen, weil die Preise für Put-Optionen „zu hoch“ seien.
Nach Veröffentlichung der neuesten Quartalsberichte der betreffenden Unternehmen bekräftigte Burry außerdem seine Long-Positionen in mehreren Aktien. Er bleibt zuversichtlich für Flutter Entertainment (FLUT.US), Fiserv (FISV.US), Zoetis (ZTS.US) sowie den lateinamerikanischen E-Commerce-Riesen MercadoLibre (MELI.US). Insbesondere nach Vorlage der Geschäftszahlen von Flutter baute Burry seine Position weiter aus, was seine verstärkte Investitionszuversicht in diese Aktie zeigt.
Burry ist bekannt dafür, die Finanzkrise 2008 erfolgreich vorhergesagt zu haben. Er hält weiter an seiner pessimistischen Einschätzung zu US-Aktien fest und gilt als einer der entschlossensten Skeptiker des aktuellen KI-Hypes an der Wall Street. Er betont, dass der derzeitige Investitionsbedarf in KI-Infrastruktur weitgehend durch Finanzierungsmodelle getrieben werde, die möglicherweise nicht nachhaltig seien, und nicht ausschließlich auf soliden Fundamentaldaten basiere.
Burry hält weiterhin mehrere Short-Positionen, darunter Short-Engagements in Semiconductor ETF (SOXX.US), Micron Technology (MU.US), Nvidia (NVDA.US), Caterpillar (CAT.US), Palantir (PLTR.US), Tesla (TSLA.US) und Applied Materials (AMAT.US).
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung legte der Semiconductor ETF (SOXX) im vorbörslichen Handel um 1,25% zu, Oracle stieg vorbörslich um fast 1% und Nebius um 4,6%.
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