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Nur wenige Wochen nach dem Börsengang zeigt Honeywell Aerospace (HONA.US) eine enttäuschende Entwicklung: Der erste Finanzbericht verfehlt die Erwartungen auf ganzer Linie, das Kursziel wurde von BNP Paribas um 14% kräftig gesenkt.

Nur wenige Wochen nach dem Börsengang zeigt Honeywell Aerospace (HONA.US) eine enttäuschende Entwicklung: Der erste Finanzbericht verfehlt die Erwartungen auf ganzer Linie, das Kursziel wurde von BNP Paribas um 14% kräftig gesenkt.

智通财经智通财经2026/08/07 07:16
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Da Honeywell Aerospace nach seinem Börsengang einen Quartalsbericht vorgelegt hat, der hinter den Erwartungen zurückblieb, hat BNP Paribas das Kursziel gesenkt und davor gewarnt, dass die Aktie derzeit „aus dem Fokus“ geraten ist. Das Unternehmen könnte längere Zeit benötigen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Laut der Jinse Finance-APP hat die französische Bank BNP das Kursziel von Honeywell Aerospace (HONA.US) nach dessen erstem enttäuschenden Quartalsbericht seit dem eigenständigen Börsengang gesenkt und warnt davor, dass die Aktie derzeit „im Abseits“ stehe. Das Unternehmen könnte längere Zeit benötigen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

BNP-Analyst Matthew Akers bestätigte am Donnerstag das „Neutral“-Rating für Honeywell Aerospace, senkte jedoch das Kursziel um 14% von 245 US-Dollar auf 210 US-Dollar. Dieser Schritt folgte auf die schwächeren Ergebnisse im zweiten Quartal und eine deutliche Reduzierung der Jahresprognose.

Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts fiel die Aktie von Honeywell Aerospace am Donnerstag um mehr als 23%. Akers betonte, dass diese Bewertung mittlerweile dem unteren Bereich des Luftfahrtsektors entspricht.

In seinem Bericht schrieb Akers: „Nur wenige Wochen nach der Abspaltung wird die Prognose gesenkt – das führt dazu, dass die Aktie ins Abseits gerät.“ Er ergänzte, dass er erst dann optimistischer werden würde, wenn es deutlichere Anzeichen für eine Verbesserung der operativen Probleme gebe.

Lieferketten-Engpässe bremsen das Wachstum

Honeywell Aerospace hat im Juni dieses Jahres die Abspaltung von Honeywell (HON.US) abgeschlossen. Das Unternehmen führt die schwächere Entwicklung mehrerer Unternehmensbereiche auf Lieferengpässe bei Zulieferern zurück.

Konkret stieg der organische Umsatz im Aftermarket um 8%, der Absatz von Originalausrüstungen um 6% und der Umsatz im Verteidigungsgeschäft um 3% – jeweils unter den Erwartungen von BNP. Niedrigere Fertigungsraten und die Wertberichtigung von Lagerbeständen belasteten das Ergebnis zusätzlich, sodass der bereinigte EBIT bei 1,02 Milliarden US-Dollar lag, während Akers zuvor mit 1,18 Milliarden US-Dollar gerechnet hatte.

Gleichzeitig senkte das Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr: Die erwartete organische Wachstumsrate wurde von 7%-9% auf 4%-5% gesenkt; der bereinigte EBIT-Ausblick liegt nun bei 4,35 bis 4,45 Milliarden US-Dollar und fällt damit rund 300 Millionen US-Dollar geringer aus als bisher prognostiziert.

Produktmix belastet die Margen

Akers erläuterte, dass das Management die nachlassende Profitabilität auf eine ungünstige Geschäftsstruktur zurückführt – es werden bevorzugt Originalausrüstungen ausgeliefert, während das margenstärkere Aftermarket-Geschäft ins Hintertreffen gerät; zudem legt das Unternehmen den Fokus auf heimische Verteidigungsprojekte und verzichtet zugunsten internationaler Aufträge mit höheren Margen.

BNP stellt fest, dass die revidierte Prognose für Honeywell Aerospace bedeutet, dass das Aftermarket-Geschäft im zweiten Halbjahr weitgehend stagnieren oder nur leicht wachsen wird – deutlich weniger als die teilweise zweistelligen Zuwächse der Konkurrenz.

Das Management rechnet damit, dass das dritte Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund von Basiseffekten ungefähr stabil bleibt; im Schlussquartal sei dagegen eine Verbesserung zu erwarten, womit das Gesamtjahresziel laut neuen Vorgaben erreicht werden könnte. Die Führungskräfte stellten außerdem eine bessere operative Entwicklung für das Jahr 2027 in Aussicht.

Bezüglich des zivilen Marktes erwartet das Unternehmen, dass Großraumflugzeuge der Haupttreiber für das Wachstum bleiben, während die Nachfrage im Geschäftsflugzeugbereich stabil bleibt. Gleichzeitig merkte das Management an, dass die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf die Nachfrage hatten.

Warten auf deutlichere Erholungssignale

Obwohl der Kursrückgang nach dem Quartalsbericht die Bewertung von Honeywell Aerospace attraktiver erscheinen lässt, sieht Akers weiterhin Zurückhaltung bei Investoren – zumindest solange die Lieferkettenprobleme nicht gelöst und das Wachstum im Aftermarket-Geschäft deutlich beschleunigt wird.

BNP hat die Finanzprognose angepasst, um die schwachen Quartalszahlen und die reduzierte Jahresprognose zu reflektieren. Bis das Unternehmen eine solidere operative Umsetzung vorweisen kann, dürfte der Aktienkurs laut BNP weiter unter Druck bleiben.

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