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Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen fällt auf ein Dreiwochentief, da die Erwartungen an ein Abkommen in der Straße von Hormus die Ölpreise und Zinserhöhungsspekulationen dämpfen.

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen fällt auf ein Dreiwochentief, da die Erwartungen an ein Abkommen in der Straße von Hormus die Ölpreise und Zinserhöhungsspekulationen dämpfen.

智通财经智通财经2026/08/05 10:56
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⑴ Die Rendite der deutschen 10-jährigen Staatsanleihen fiel den dritten Handelstag in Folge und erreichte während des Tages mit 3,089% den niedrigsten Stand seit dem 15. Juli; zum Handelsschluss lag sie bei 3,104%. Hauptursache hierfür war die optimistische Stimmung hinsichtlich einer möglichen Einigung zwischen den USA und Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz. Brent-Rohöl-Futures fielen im Zuge der erwarteten Einigung zeitweise unter 78 US-Dollar pro Barrel und markierten damit das niedrigste Niveau seit über drei Wochen.⑵ Der Chefvolkswirt für Europa bei Jefferies wies darauf hin, dass die Entwicklung der Anleiherenditen den Bewegungen am Rohölmarkt genau folgt. Im Juli stiegen die Renditen parallel zu den höheren Ölpreisen, und jetzt, bei sinkenden Ölpreisen, gehen die Renditen ebenfalls zurück. Dennoch sind die geopolitischen Risiken nicht vollständig verschwunden; die Houthi-Miliz aus dem Jemen behauptete, einen saudischen Öltanker im Roten Meer angegriffen zu haben, was dem Ölpreis gewissen Rückhalt bietet.⑶ Der Rückgang der Energiepreise mildert die Sorgen der Märkte hinsichtlich Inflation und einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums, wodurch die Erwartungen der Investoren an weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank zurückgenommen wurden. Der Futuresmarkt preist derzeit für das laufende Jahr noch etwa 36 Basispunkte Straffungspotenzial ein, was einer vollständigen Zinserhöhung plus einer Wahrscheinlichkeit von etwa 45% für eine zweite entspricht – weniger als die etwa 44 Basispunkte, die noch am vergangenen Freitag eingepreist waren.⑷ Die gegenüber politischen Erwartungen empfindliche zweijährige deutsche Rendite fiel zeitweise auf 2,6951%, den niedrigsten Stand seit dem 13. Juli, blieb im Tagesverlauf im Wesentlichen unverändert bei 2,722%. Insgesamt gilt: Sollte das Hormuz-Abkommen offiziell umgesetzt werden, könnten die europäischen Anleiherenditen weiter nach unten driften. Dennoch bleibt das schwankende geopolitische Umfeld im Nahen Osten weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Risiko für steigende Renditen.
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