Citadel Securities: Die spekulative Begeisterung der Privatanleger lässt nach, aber die Kernlogik für den Anstieg der US-Aktien bleibt „intakt“.
Castle Securities erklärte, dass trotz der jüngsten deutlichen Abkühlung der spekulativen Geschäfte von Privatanlegern die zentralen Treiber, die die US-Aktienmärkte in diesem Jahr auf ein Rekordhoch getrieben haben, weiterhin „intakt“ sind. Der Markt wechselt allmählich von einem zuflussgetriebenen zu einem unternehmensfundamental getriebenen Ansatz.
Das Wall Street Fintech-Portal hat erfahren, dass Citadel Securities mitteilte, dass trotz einer spürbar nachlassenden spekulativen Handelsaktivität bei Privatanlegern der zentrale Treiber für die neuen historischen Höchststände der US-Aktienmärkte in diesem Jahr weiterhin „voll intakt“ ist und sich der Markt schrittweise von einem Kapitalfluss-basierten hin zu einem stärker von Unternehmensfundamentaldaten geprägten Umfeld entwickelt.
Scott Rubner, Leiter der Aktien- und Derivate-Strategie bei Citadel Securities, erklärte im aktuellen Bericht: „Der Markt bewegt sich von einem kapitalflussgetriebenen Umfeld zurück in eine Phase, in der zunehmend die Unternehmensgewinne, Aktienrückkäufe und das makroökonomische Umfeld dominieren.“

Zuvor sorgte das Thema Künstliche Intelligenz (AI) für einen anhaltenden Anstieg der Technologiewerte und führte die US-Aktienmärkte zu immer neuen Höchstständen. Doch angesichts zunehmender Sorgen über eine Überhitzung bei AI-Anlagen kam es im vergangenen Monat zu deutlichen Korrekturen bei Technologiewerten. Der zu technologielastige Nasdaq 100 Index verzeichnete den stärksten Monatsverlust seit über einem Jahr, und der Halbleitersektor schnitt so schlecht ab wie seit 2008 nicht mehr.
Laut Angaben von Citadel Securities verzeichneten Privatanleger in der vergangenen Woche den höchsten wöchentlichen Nettoverkauf seit 2022, wobei sich die Verkäufe primär auf Technologiewerte konzentrierten.
Gleichzeitig ging das Anlagevolumen der bei Privatanlegern beliebten gehebelten börsengehandelten Fonds um 28% auf 154 Milliarden US-Dollar zurück. Rubner betonte, dass dies auf ein erheblich nachlassendes spekulatives Interesse am Markt hindeute. Zudem seien die Kosten für Aktienfinanzierungen zuletzt kontinuierlich gesunken, was bedeute, dass der Finanzierungsdruck auf die Handelsabteilungen an der Wall Street nachgelassen habe und die Nachfrage nach Leverage insgesamt sinke.
Gehebelte ETFs waren stets ein wichtiges Instrument für risikofreudige Privatanleger und bieten üblicherweise eine mehrfache Hebelwirkung auf einzelne Aktien oder Indizes – sowohl auf die Gewinne als auch Risiken –, weshalb sie als bedeutender Indikator für die Marktstimmung gelten.
Rubner ist jedoch der Meinung, dass nach dem teilweisen Abbau der vorangegangenen „Übertreibung“ bei der Spekulation die Fundamentaldaten des US-Aktienmarktes sogar gesünder wirken. Die zuletzt veröffentlichten Unternehmenszahlen fielen insgesamt stark aus; die meisten Unternehmen konnten die bereits hohen Markterwartungen übertreffen und geben den Börsen damit Rückenwind.
Er erklärte: „Da die Unternehmen ihre Gewinnerwartungen weiterhin regelmäßig übertreffen, sind Aktienbewertungen attraktiver geworden und nach Ende der Berichtssaison dürfte die Nachfrage nach Aktienrückkäufen aus dem Kreis der börsennotierten Unternehmen noch weiter zulegen.“
Rubner unterstrich zudem, dass der Markt nun in eine neue Phase eingetreten sei: „Dies ist das erste Mal seit Monaten, dass Anleger weniger auf Positionierung und Kapitalflüsse achten müssen und sich stärker den Fundamentaldaten der Unternehmen zuwenden können.“
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