Der Aktienkurs ist um die Hälfte gefallen, doch Analysten bleiben mit einer Kurspotenzialprognose von 130% optimistisch – Warum geben die Bullen von Kioxia nicht auf?
Der Aktienkurs von Kioxia ist seit seinem historischen Höchststand vor etwa einem Monat um mehr als die Hälfte gefallen und schloss am vergangenen Freitag bei 52.110 Yen. Der durchschnittliche Zielkurs japanischer Analysten liegt jedoch bei 121.959 Yen und damit etwa 130 % über dem aktuellen Kurs. Mehrere Institutionen wie Nomura Securities und Phillip Securities halten an ihren Kurszielen fest oder heben diese an, mit der Begründung, dass die starke Nachfrage nach KI sowie ein knappes Angebot an NAND-Flash-Speichern die Fundamentaldaten unverändert lassen.
Der Aktienkurs von Kioxia ist innerhalb von etwa einem Monat um mehr als die Hälfte gefallen, doch die meisten Analysten bleiben zurückhaltend oder heben sogar das Kursziel an. Ihre Logik ist einfach: Die Fundamentaldaten haben sich nicht verändert, gefallen ist lediglich die Stimmung und die technische Lage.
Kioxia Holdings schloss am Freitag bei 52.110 Yen (ca. 320 US-Dollar), was mehr als die Hälfte unter dem vor etwa einem Monat erreichten historischen Höchststand liegt. Laut Bloomberg-Daten vom 21. Juli liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten für diese Aktie bei 121.959 Yen – etwa 130% über dem aktuellen Kurs.
Dieser Unterschied steht bei den 100 größten Unternehmen des TSE-Index an erster Stelle und übertrifft das zweitplatzierte Fujikura Ltd. mit 63% deutlich.

Warum bleiben die Bullen standhaft?
Dieser Rückgang ist kein isoliertes Ereignis. Weltweit stehen KI- und Halbleiteraktien in den letzten Wochen unter Druck, Kioxia bildet hier keine Ausnahme.
Im Detail wirken zwei Kräfte verstärkend: Erstens die Sorgen am Markt hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Kapitalausgaben im KI-Bereich und die Erwartung, dass Expansionsbestrebungen von Wettbewerbern die Preise für Speicherchips drücken könnten; zweitens technischer Verkaufsdruck, insbesondere durch Ausverkaufswellen von koreanischen gehebelten Single-Stock-ETFs.
Angesichts der Halbierung des Aktienkurses vertreten die meisten Analysten die Ansicht: Das ist Lärm, kein Signal.
Kazuyoshi Saito, Senior Analyst bei Iwai Cosmo Securities, gibt ein Kursziel von 132.000 Yen an und sagt: „Die Fundamentaldaten haben sich überhaupt nicht verändert. Die starke Ertrags- und Wachstumsperspektive, gestützt von der Nachfrage nach KI, bleibt weiterhin solide.“
Er fügt hinzu: „Sobald die Verzerrungen durch koreanische ETFs und andere Faktoren verschwinden, werden starke Gewinne und andere positive Katalysatoren die Aktienkurse wieder steigen lassen.“
Nomura Securities hat letzte Woche das Kursziel für Kioxia von 115.000 auf 126.000 Yen erhöht. Analystin Virginia Wang schrieb im Bericht, dass der Preis für NAND-Flash aufgrund von Angebotsknappheit weiterhin steigen könnte.
Yoshiharu Izumi, Senior Analyst bei Philip Securities Japan, hält ebenfalls am Kursziel von 143.000 Yen fest und meint: „Die aktuelle Schwäche ist hauptsächlich durch technische Faktoren bedingt, darunter ETF-Verkäufe aus dem Ausland sowie gehebelte Wetten japanischer Privatanleger.“
Wie lange dauert die Erholung?
Es gibt jedoch Stimmen, die darauf hinweisen: Trotz bullischer Einschätzungen wird die Erholung nicht schnell erfolgen.
Ikuo Mitsui, Fondsmanager bei Aizawa Securities Japan, sagt, dass die Störfaktoren wie die Geldströme von koreanischen ETFs bedeuten, dass Kioxia frühestens Ende August wieder Schwung aufnehmen kann. „Viele Investoren werden ihre Bestände nicht mehr auf Kioxia konzentrieren, sondern eher auf andere Aktien mit attraktiver Bewertung verteilen“, meint er.
Mit anderen Worten: Selbst wenn die bullische Logik gültig bleibt, braucht der Rückfluss des Kapitals Zeit.
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