Die US-Nickelindustrie erlebt eine Übereinstimmung von Politik und Nachfrage, jedoch bleibt das Angebot einzelner Minenbetriebe kurzfristig weiterhin fragil.
⑵ Derzeit gibt es in den USA nur eine aktive Nickelmine. Talon Metals hat im Januar den Eagle-Mine übernommen und hält 51% der Anteile am Tamarack-Projekt in Minnesota. Für dieses Projekt wurde ein Abnahmevertrag mit Tesla abgeschlossen; nach dem Produktionsstart werden 75.000 Tonnen Nickelkonzentrat geliefert.
⑶ Im ersten Quartal wurde die Eagle-Mine durch rekordverdächtigen Schneefall und blockierte Abbaustätten beeinträchtigt, wodurch die Produktion auf 1.600 Tonnen sank – ein Rückgang von 26% gegenüber dem Vorquartal und 30% gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal hat sich die Produktion auf das normale Niveau erholt, jedoch birgt das Single-Mine-Betriebsmodell weiterhin Unterbrechungsrisiken für die Versorgung.
⑷ Im Bereich Raffinierung downstream hat Electra Battery Materials bereits eine Machbarkeitsstudie für eine Raffinerie mit einer Jahreskapazität von 15.000 Tonnen Nickelsulfat und Nickelmetall gestartet. Zur Verarbeitung von gemischten Hydroxiden und gemischten Sulfidpräzipitaten kommt das hydrometallurgische Verfahren zum Einsatz, das eine flexible Nutzung internationaler Rohstoffe ermöglicht.
⑸ General Motors hat in Michigan ein Batterieforschungszentrum eröffnet, das sich auf lithiumreiche manganbasierte Kathodenchemie konzentriert. Nickel wird weiterhin verwendet, doch die Kosten pro Fahrzeug können um rund 6.000 US-Dollar gesenkt werden. Die kommerzielle Umsetzung wird für 2027 bis 2028 erwartet; auch Teslas Abnahmevertrag signalisiert eine anhaltend hohe Nickel-Nachfrage.
⑹ In Bezug auf die Handelspolitik werden Mitte Juli Fortschritte bei den Verhandlungen zu Section 232 bekannt gegeben; Unsicherheit besteht hinsichtlich möglicher Zölle oder Einfuhrbeschränkungen. Im ersten Quartal stiegen die Importe von nicht geschmiedetem Nickel gegenüber dem Vorquartal um 40%. Die Shipments aus Kanada, Norwegen und Südafrika nahmen um 23%, 153% bzw. 94% zu und verdeutlichen die Versorgungslücke im Inland.
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