Südkorea: DBS erwartet eine stabile BoK-Politik unter der Leitung von Shin
DBS Analyse: Südkoreas Marktausblick nach der Nominierung des BoK-Gouverneurs
Ma Tieying, Ökonomin bei DBS Group Research, untersucht die Auswirkungen auf die südkoreanischen Finanzmärkte, nachdem Präsident Yoon Shin Hyun-song als neuen Gouverneur der Bank of Korea (BoK) ausgewählt hat. Sie stellt fest, dass Shin zwar die finanzielle Stabilität priorisiert, dies jedoch nicht zwangsläufig auf eine bevorstehende monetäre Straffung hindeutet. DBS erwartet, dass die Zinssätze für den südkoreanischen Won (KRW) möglicherweise niedriger tendieren und betont die anhaltende Anfälligkeit sowohl des KRW als auch der Aktienmärkte gegenüber Veränderungen in der globalen Risikobereitschaft.
Führungswechsel bei BoK und Auswirkungen auf den KRW
Am 22. März verkündete Präsident Yoon, dass Shin Hyun-song – derzeit Leiter der Abteilung für Geld und Wirtschaft bei der Bank for International Settlements – als nächster Gouverneur der Bank of Korea eingesetzt wird und Rhee Chang-yong nach Ablauf seiner Amtszeit am 20. April ablöst. Shin gilt allgemein als Befürworter einer straffen Haltung, da er finanzielle Stabilität betont und sich um Risiken durch Verschuldung sorgt. Dennoch erwartet DBS, dass Shin angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und schwankender Ölpreise eine pragmatische und ausgewogene Herangehensweise an die Politik wählen wird, anstatt eine aggressive Straffung zu verfolgen.
KRW-Zinserwartungen und Marktdynamik
Die aktuellen KRW-Zinsmärkte scheinen mehr Straffung eingepreist zu haben als angebracht. OIS- und Swap-Märkte prognostizieren einen Anstieg um 25 Basispunkte (auf 2,75%) innerhalb der nächsten sechs Monate sowie insgesamt bis zu 100 Basispunkte (auf 3,50%) innerhalb des kommenden Jahres – eine Erwartung, die angesichts des breiteren wirtschaftlichen Kontextes und Shins voraussichtlicher Politikrichtung übertrieben erscheint.
Dieses Szenario eröffnet die Möglichkeit, dass KRW-Zinsen sowie die Renditen koreanischer Staatsanleihen nach unten korrigieren, insbesondere nach der geldpolitischen Sitzung im Mai, wenn die BoK aktualisierte Wirtschaftsprognosen und ihren Zinsprojektionen-Dotplot vorlegt. Südkoreanische Finanzanlagen reagieren weiterhin stark auf das globale Risikosentiment.
Volatilität von KRW und Aktien angesichts äußerer Belastungen
Der KRW hat in diesem Monat bislang um etwa 5% abgewertet und liegt unter 1.500 gegenüber dem US-Dollar, während der KOSPI-Index über 10% gefallen ist. Ausländische Investoren haben in den ersten zwanzig Tagen des März etwa 20,6 Billionen KRW aus Aktien abgezogen. DBS erwartet weitere Volatilität sowohl auf dem Währungs- als auch auf dem Aktienmarkt, wobei externe Einflüsse – wie Spannungen im Nahen Osten und Schwankungen bei den globalen Energiepreisen – die entscheidenden Faktoren bleiben, da Südkorea stark von Energieimporten abhängig ist und zyklische Verbindungen zum internationalen Handel bestehen.
(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Werkzeugs erstellt und anschließend von einem Redakteur überprüft.)
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