Chefökonom der EZB: Europäisches Finanzsystem ist für das KI-Zeitalter ungeeignet
Am 24. März erklärte Philip Lane, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, dass die Abhängigkeit Europas von der Bankenfinanzierung die innovative Entwicklung rund um künstliche Intelligenz behindere. Lane wies darauf hin, dass dies auch der Grund sei, warum die Regierungen dringend eine langfristige Vision für eine Union aus Spar- und Investitionsmöglichkeiten vorantreiben müssten. Dies stärkt das Argument für eine engere Zusammenarbeit zwischen den 27 EU-Mitgliedstaaten. Lane betonte: „Das bankenorientierte Finanzsystem im Euro-Raum passt nicht gut zu Umfang und Charakter der Chancen im Bereich künstliche Intelligenz. Bankbasierte Finanzierung eignet sich strukturell weniger für immaterielle, langfristige Investitionen, während alternative Kanäle wie Risikokapital und private Kredite im Euro-Raum zu schwach sind.“ Er erklärte, dass es notwendig sei, einen „tieferen, stärker integrierten Kapitalmarkt zu schaffen, der die Anlegerbasis für Projekte mit hohem Anteil immaterieller Vermögenswerte erweitert, die grenzübergreifende Risikoteilung fördert und die Nachfrage nach Bankenfinanzierung verringert.“
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