Die Enthüllung des Berkshire 13F steht bevor – Welche Schritte wird Warren Buffett in seiner letzten Saison unternehmen?
Der nächste Dienstag (17. Februar) nach Eastern Standard Time ist die Frist für institutionelle Investoren, ihre 13F-Quartalsberichte über Bestände bei der US-Börsenaufsicht SEC einzureichen. Es wird allgemein erwartet, dass auch Berkshire Hathaway diesen Bericht wieder „auf den letzten Drücker“ veröffentlichen wird.
Nachdem Warren Buffett Ende letzten Jahres als CEO von Berkshire zurückgetreten ist, erhält dieser Bestandsbericht besonders viel Aufmerksamkeit. Die Öffentlichkeit möchte verstehen, welche Maßnahmen der „Aktien-Guru“ im letzten Quartal seiner Amtszeit ergriffen hat.
Zu den Schlüsselfragen, auf die der Markt achtet, gehören: Hat Berkshire weiterhin Apple (AAPL.US) und die Bank of America (BAC.US) reduziert? Und wurden die von Buffetts ehemaligem Top-Manager Todd Combs aufgebauten Positionen verkauft?
Anfang dieses Jahres hat Greg Abel offiziell die Position des Berkshire-CEO von Buffett übernommen. Combs galt zeitweise ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat für diesen Posten und verließ Berkshire im Dezember letzten Jahres, um zu JPMorgan Chase zu wechseln.
In den ersten drei Quartalen 2025 war Berkshire insgesamt wenig aktiv am Markt: Das Unternehmen kaufte Aktien im Wert von etwa 13,5 Milliarden US-Dollar und verkaufte gleichzeitig Wertpapiere im Wert von rund 24 Milliarden US-Dollar. Laut Daten von WhaleWisdom beträgt der Wert des Investmentportfolios 267 Milliarden US-Dollar.
Im dritten Quartal des vergangenen Jahres baute Berkshire eine Position von etwa 17,85 Millionen A-Aktien von Google auf, mit einem durchschnittlichen Einstiegskurs von etwa 210 US-Dollar. Diese Investition sorgte damals für Diskussionen; es wurde spekuliert, dass Combs oder andere Manager den Kauf getätigt haben könnten. Mittlerweile ist der Aktienkurs auf 305 US-Dollar gestiegen, wodurch diese Position nun etwa 5,5 Milliarden US-Dollar wert ist.

Zum Ende des dritten Quartals waren die sechs größten Positionen von Berkshire: Apple, American Express (AXP.US), Bank of America, Coca-Cola (KO.US), Chevron (CVX.US) und Occidental Petroleum (OXY.US) – diese Großinvestitionen werden allgemein Buffett persönlich zugeschrieben.
Besonders auffällig waren die Veränderungen bei den Positionen in Apple und Bank of America: Im dritten Quartal wurden beide Aktien deutlich reduziert – die Apple-Bestände sanken um fast 42 Millionen Aktien (etwa 15 % gegenüber dem zweiten Quartal), bei Bank of America waren es 37 Millionen Aktien (über 6 %).
Obwohl beide Unternehmen weiterhin zu den Hauptbeteiligungen von Berkshire gehören, ist die Apple-Position im Vergleich zum Höchststand um etwa 75 % geschrumpft, und die Beteiligung an der Bank of America hat sich seit Sommer 2024 fast halbiert. Gleichzeitig hat Berkshires Barreserve einen neuen Höchststand erreicht.
Ein weiterer interessanter Punkt ist, ob Berkshire Positionen verkauft, die während der Amtszeit von Combs aufgebaut wurden. Einige Investoren vermuten, dass etwa die Beteiligungen an Amazon, Verisign, Capital One, Visa und Mastercard auf Combs zurückzuführen sind.
Vor etwa 15 Jahren, als Investmentmanager Lou Simpson Berkshire verließ, verkaufte das Unternehmen den Großteil seiner von ihm verwalteten Bestände. Nach der Übernahme von Alleghany im Jahr 2022 wurde deren Aktienportfolio ebenso gehandhabt.
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