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Aevo-Mitbegründer kritisiert die Branche scharf: Ich habe 8 Jahre meines Lebens in Crypto verschwendet

Aevo-Mitbegründer kritisiert die Branche scharf: Ich habe 8 Jahre meines Lebens in Crypto verschwendet

BlockBeatsBlockBeats2025/12/08 03:52
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Von:BlockBeats

Er ist der Meinung, dass die Branche ihren Idealismus verloren hat und sich in das größte Super-Casino der Menschheitsgeschichte verwandelt hat, an dem die meisten Menschen teilnehmen. Er empfindet Ekel darüber, dass er selbst zu diesem Casino beigetragen hat.

Originaltitel: I Wasted 8 Years of My Life in Crypto
Originalautor: Ken Chan, Mitbegründer von Aevo
Übersetzung: Azuma, Odaily


Redaktioneller Hinweis: An diesem Wochenende ging ein Artikel von Ken Chan (@kenchangh), Mitbegründer und CTO von Aevo, im internationalen Netz viral. Der Titel des Artikels lautet „Ich habe 8 Jahre meines Lebens in der Kryptoindustrie verschwendet“ (I Wasted 8 Years of My Life in Crypto).


Ken Chan äußert sich im Artikel äußerst negativ. Er ist der Ansicht, dass die Branche ihren Idealismus verloren hat und sich stattdessen in das größte Casino der Menschheitsgeschichte verwandelt hat, an dem die meisten Menschen beteiligt sind. Er empfindet Ekel darüber, dass er selbst zu diesem Casino beigetragen hat. Auch wenn wir Ken Chans Meinung nicht teilen und nach der Veröffentlichung viele Branchenvertreter widersprochen haben, deckt seine Darstellung objektiv betrachtet tatsächlich tiefgreifende Probleme wie Glaubenskrisen und den Zusammenbruch von Werten in der aktuellen Branche auf.


Im Folgenden der Originaltext von Ken Chan, übersetzt von Odaily.


Aevo-Mitbegründer kritisiert die Branche scharf: Ich habe 8 Jahre meines Lebens in Crypto verschwendet image 0


Die ursprüngliche Motivation


Als ich noch ein Teenager war, war ich bereits politisch sehr motiviert. Von all den Büchern, die mich immer radikaler werden ließen, hatten die Werke von Ayn Rand (wie „Der Ursprung“ und „Atlas Shrugged“) den größten Einfluss auf mich. Im Jahr 2016 war ich ein hoffnungsvoller Libertärer und habe sogar an Gary Johnson gespendet. Neben meinem festen Glauben an Rand mochte ich auch das Programmieren, daher war Kryptowährung für mich eine natürliche Heimat. Der Geist der Cypherpunks zog mich an. Die Idee von Bitcoin als private Vermögensbank faszinierte mich – die Vorstellung, eine Milliarde Dollar im Kopf über Grenzen hinweg zu transportieren, war für mich immer ein extrem mächtiges Konzept.


Doch im Laufe der Zeit habe ich das Gefühl, mein ursprüngliches Ziel in der Kryptoindustrie verloren zu haben. Nachdem ich mich hauptberuflich diesem Bereich gewidmet hatte, verstummten die verlockenden Anfänge der transformativen Kraft von Kryptowährungen allmählich. Ich war desillusioniert über die Zielnutzer und die tatsächlichen Empfänger der Dienstleistungen. Ich hatte völlig missverstanden, wer die echten Nutzer von Kryptowährungen sind, und hielt die Propaganda für Realität. Kryptowährungen behaupteten, das Finanzsystem zu dezentralisieren, und ich glaubte das voll und ganz – aber in Wirklichkeit ist es nur ein riesiges System für Spekulation und Glücksspiel, ein Spiegelbild der realen Wirtschaft.


Die Realität traf mich wie ein Lastwagen. Ich habe überhaupt kein neues Finanzsystem aufgebaut, sondern ein Casino – eines, das sich nicht als solches bezeichnet, aber das größte, rund um die Uhr geöffnete und von unzähligen Menschen betriebene Casino, das unsere Generation je geschaffen hat. Ein Teil von mir hofft, zumindest stolz darauf sein zu können, meine gesamten Zwanziger in den Aufbau dieses Casinos investiert zu haben, aber ein anderer Teil fühlt, dass ich meine Jugend völlig verschwendet habe. Ich habe mein Leben darauf verschwendet – aber immerhin habe ich dabei viel Geld verdient.


Schau auf das, was sie tun, nicht auf das, was sie sagen


Kryptowährungen sind verwirrend. Einerseits hört man von Befürwortern, dass sie das bestehende Finanzsystem komplett durch On-Chain-Systeme ersetzen wollen. Ich kann mir eine solche Welt durchaus vorstellen – dein Bankkonto besteht nur aus USDC oder Bitcoin, und du kannst in wenigen Sekunden eine Milliarde Dollar an jeden auf der Welt senden. Diese Vision ist immer noch stark, und ich stimme ihr bis heute zu.


Doch die Anreizmechanismen haben die Realität völlig verzerrt. In Wirklichkeit sind alle Marktteilnehmer bereit, Geld zu investieren, um das nächste sogenannte „Layer 1“ (Aptos, Sui, Sei, ICP usw.) zu finanzieren. Der einzige Gewinner des Layer-1-Krieges 2020 war Solana, was einen starken spekulativen Anreiz für den vierten Platz (nach Bitcoin, Ethereum, Solana – und dann?) schuf und eine Marktkapitalisierung von mehreren hundert Milliarden Dollar unterstützte.


Aber bringt uns das wirklich einem idealen neuen Finanzsystem näher? Auch wenn VC-Firmen 5.000 Wörter schreiben, um dich zu überzeugen – die Antwort ist nein. Es wurde kein neues System geschaffen, tatsächlich wurde das Geld aller (sowohl Privatanleger als auch VC) verbrannt, und jeder im neuen System wurde ärmer.


Ich will nicht nur auf Layer 1 abzielen. Ich könnte unzählige ähnliche Beispiele nennen: Spot-DEXs, Perpetual-DEXs, Prediction Markets, Meme-Plattformen usw. Der verrückte Wettbewerb in diesen Bereichen bringt kein besseres Finanzsystem hervor. Entgegen den Aussagen der VCs brauchen wir kein Casino auf dem Mars.


Die Glücksspielisierung der Wirtschaftsmodelle


Wenn ich sagen würde, dass ich ohne finanzielle Motivation in die Kryptoindustrie eingestiegen bin, wäre das gelogen. Als Leser denkst du vielleicht, ich hätte genug Geld verdient und würde deshalb aussteigen – ist das nicht ein bisschen heuchlerisch? Ja, vielleicht bin ich tatsächlich heuchlerisch, aber vielleicht ekelt es mich auch einfach nur an, zu diesem finanziellen und spielerischen Sumpf beigetragen zu haben.


Das Normalisieren von Nullsummenspielen, bei denen man sich gegenseitig schnell bereichert, ist kein Weg, um langfristig Wohlstand zu schaffen. Es sieht so aus, ist es aber nicht. Acht Jahre in der Kryptoindustrie haben meine Fähigkeit, nachhaltige Geschäftsmodelle zu erkennen, völlig zerstört. Hier muss man kein erfolgreiches Unternehmen oder Produkt haben, um Geld zu verdienen. In dieser Branche gibt es eine lange Liste von Tokens mit hoher Marktkapitalisierung und null Nutzern – das widerspricht völlig der Logik der realen Welt. Wenn du Kunden echten Mehrwert bieten willst und nicht nur Glücksspiel + Unterhaltung (so funktioniert ein Casino), dann funktionieren diese Nullsummen-Geschäftsmodelle einfach nicht.


Schlusswort


Ich dachte früher, „finanzieller Nihilismus“ sei ein niedliches und harmloses Konzept. Ich dachte, es sei egal, der nächsten Generation immer neue Nullsummenspiele zu präsentieren. Ich zweifle nicht daran, dass Bitcoin eines Tages 1 Million Dollar erreichen wird, aber das hat nichts mit den finanziellen Spielen zu tun, die die Branche gerade erschafft.


Diese Denkweise in der Branche ist extrem toxisch, und ich glaube, dass sie die soziale Mobilität der jungen Generation langfristig zerstören wird. Du kannst bereits sehen, wie es passiert, und wir müssen den Mut haben, uns diesen sinnlosen Spielen zu widersetzen.


CMS Holdings hat einmal gesagt: „Bist du hier, um Geld zu verdienen? Oder um zu beweisen, dass du recht hast?“


Diesmal entscheide ich mich, zu beweisen, dass ich recht habe.


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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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